Anliegen von A - Z

Bebauungsplan Nr. 191 "Wilhelmstraße/Kantstraße"

In seiner Sitzung am 17.09.2019 hat der Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt des Rates der Stadt Schwerte beschlossen, den Bebauungsplan Nr. 191 "Wilhelmstraße/ Kantstraße gem. § 4 a BauGB erneut öffentlich auszulegen. Parallel sind die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 2 BauGB erneut zu beteiligen.

Der Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 191 mit seiner Begründung liegt erneut gem. § 4a Abs. 3 i.V.m. § 3 Abs. 2 BauGB in der Auslegungsfrist vom 05.11.2019 bis einschließlich 05.12.2019 während folgender Zeiten:

                      montags – donnerstags  von 8.00 – 16.00 Uhr
                      freitags                         von 8.00 – 12.00 Uhr

im Planungsamt, Rathaus I, Ebene 4, Rathausstraße 31, 58239 Schwerte, zu jedermanns Einsicht öffentlich aus. Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen z.B. schriftlich, elektronisch oder während der Dienststunden auch zur Niederschrift im Planungsamt, Rathaus I, Ebene 4, Rathausstraße 31, 58239 Schwerte, vorgebracht werden. Zu diesen Zeiten besteht ebenfalls die Möglichkeit, Auskunft zu den Planinhalten zu bekommen. Darüber hinaus kann telefonisch ein Termin zu Auskünften zur beabsichtigten Planung unter der Rufnummer 02304/104-646 vereinbart werden.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 191 "Wilhelmstraße/Kantstraße" werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine wohnbauliche Entwicklung der derzeit brach liegenden, innerstädtischen, vormals industriell genutzten Flächen geschaffen. Das städtebauliche Konzept sieht die Errichtung von insgesamt ca. 45 barrierefreie Wohnungen am Standort vor. Dabei soll das Bestandsgebäude Kantstraße 9 aufgrund seines schlechten baulichen Zustands durch einen Neubau ersetzt werden.

Das Bestandsgebäude Wilhelmstraße Nr. 16 aus der Gründerzeit weist eine prägende Bausubstanz auf und bildet eine städtebauliche Adresse innerhalb der Wilhelmstraße. Der Denkmalwert betrifft insbesondere die Fassade des Gebäudes. Die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Schwerte ist bereits erfolgt.

Die geplante Bebauung soll sich in ihrer Art und ihrem Maß an der vorhandenen Bebauung orientieren und einfügen. Im Zuge des Neubaus soll zum einen ein Gebäudekörper parallel zur Wilhelmstraße in dreigeschossiger Bauweise mit Satteldach entstehen, der mit dem Bestandsgebäude Wilhelmstraße 16 einen Fuß- und Radweg als Verbindung in das neue Wohnquartier vorsieht und zum anderen ein Baukörper an der Kantstraße (ebenfalls drei Geschosse + Satteldach).

Zwei weitere Gebäude sollen sich im Innenhof gruppieren und in viergeschossiger Bauweise mit Flachdach realisiert werden.

Die verkehrliche Anbindung des Plangebiets an die angrenzende Kantstraße und damit an das bestehende Verkehrsnetz erfolgt durch eine als Mischverkehrsfläche konzeptionierte private Erschließung. Diese ist als Stichstraße mit Wendemöglichkeit geplant. In Verlängerung der Wendemöglichkeit wird eine Rad- und Fußwegeverbindung festgesetzt, welche an die Wilhelmstraße anschließt. Der ruhende Verkehr wird in einer Sammeltiefgarage angeordnet. Zusätzlich werden innerhalb der Erschließungsstraße Besucherstellplätze angelegt.

In seiner Sitzung am 18.09.2018 hat der Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Schwerte auf Grundlage des Baugesetzbuches (BauGB), die Offenlage des Bebauungsplans Nr. 191 "Wilhelmstraße/Kantstraße" gem. § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 2 BauGB beschlossen (DS IX/0749).

Der öffentliche Aushang der Planunterlagen erfolgte in der Zeit vom 26.10.2018 bis einschließlich 27.11.2018. Private Einwendungen und Stellungnahmen wurden nicht vorgebracht.

Zeitgleich mit dem öffentlichen Aushang der Planunterlagen fand auch eine Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange statt.

Anlass für die nunmehr notwendige erneute Offenlage des Bebauungsplans Nr. 191 "Wilhelmstraße/Kantstraße" bildet die Änderung des Bebauungsplans auf Grundlage der Anpassung im Bereich der Bodenaltlastensituation.

Durch Stellungnahme des Kreises Unna wurden Anpassungen im Bereich der Bodenaltlastensituation notwendig. So wurde der gesamte Geltungsbereich des Bebauungsplans als Fläche, deren Böden erheblich mit umweltgefährdenden Stoffen belastet sind, gekennzeichnet.

Zudem wurde nach Hinweis des Kreises Unna eine bedingte Festsetzung in den Bebauungsplan aufgenommen, dass das Sanierungs- und Bodenmanagementkonzept von Dr. Heckemanns & Partner vom 10.01.2019 Bestandteil des Bebauungsplans Nr. 191 ist und die darin enthaltenen Sanierungs- und Bodenmanagementanforderungen umzusetzen sind.

Darüber hinaus wurde ein Hinweis bzgl. der Verwendung von Ersatzbaustoffen in den Bebauungsplan aufgenommen.

Wird der Entwurf eines Bauleitplans nach dem Verfahren nach § 3 Abs. 2 oder § 4 Abs. 2 geändert oder ergänzt, ist er erneut auszulegen und sind die Stellungnahmen erneut einzuholen.
Der Bebauungsplan ist mit seiner Begründung für die Dauer eines Monats öffentlich auszulegen. Zusätzlich sind die erarbeiteten Fachgutachten mit auszulegen. Die vorgebrachten Anregungen werden wiederum geprüft und zur Beschlussfassung vorgelegt.

Ihre Ansprechperson

David Weber

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