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Einzelhandelskonzept

Der Rat der Stadt Schwerte hat in seiner Sitzung am 19.02.2014 das Einzelhandelskonzept Schwerte als städtebauliches Entwicklungskonzept gem. § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB beschlossen. Es ist als Abwägungsgrundlage und Handlungsleitfaden bei künftigen Entscheidungen zur Entwicklung des Einzelhandels in Schwerte zu berücksichtigen.

Das zuletzt im Jahr 2006 beschlossene Einzelhandelskonzept der Stadt Schwerte bedurfte aufgrund verschiedener veränderter Rahmenbedingungen einer Aktualisierung. Mit der Erarbeitung wurde im Herbst 2012 das Büro Junker+Kruse beauftragt, das bereits das vorherige Konzept erstellt hatte. Neben den tatsächlichen Veränderungen am Marktgeschehen (Zu- und Abgänge von Anbietern, Neuansiedlungen, Erweiterungen, Neuerungen der Betriebs- und Handelsstrukturen, veränderte Nachfrage) waren insbesondere novellierte Rechtsnormen (Einzelhandelserlass, Landesentwicklungsplan NRW, Teilplan Großflächiger Einzelhandel) sowie die aktuelle Rechtsprechung zu berücksichtigen.

Aufbauend auf einer umfassenden und differenzierten Bestandsaufnahme sämtlicher Einzelhandelsnutzungen in Schwerte werden Entwicklungsspielräume des Einzelhandels in Schwerte aufgezeigt; diese sollen mittelfristig, d.h. für die nächsten 5 bis etwa 10 Jahre als Orientierungsrahmen für die Beurteilung von Neuansiedlungen, Erweiterungen oder Umnutzungen von Einzelhandelsflächen dienen.

Das Konzept bietet zudem ein aktualisiertes Leitbild für die künftige Einzelhandelsentwicklung in Schwerte. Wesentliche Schwerpunkte bilden dabei die Entwicklung der Schwerter Innenstadt als Hauptzentrum mit mittelzentraler Versorgungsfunktion für die Gesamtstadt und die nähere Umgebung sowie die Sicherstellung der Nahversorgung in den Ortsteilen und Wohngebieten.

Von Bedeutung ist dabei die Definition und Abgrenzung der Zentralen Versorgungsbereiche als planungsrechtliche Kategorie mit räumlichem Bezug zur zielgerichteten Steuerung des gesamtstädtischen Einzelhandels. Neben den Zentralen Versorgungsbereichen der Schwerter Innenstadt und den Nahversorgungszentren Holzen, Ergste und Geisecke ergänzen im Bereich des nicht-zentrenrelevanten Einzelhandels verschiedene bereits etablierte Sonderstandorte in Schwerte das Angebot (Gartencenter, Baumarkt, Möbel).
Ergänzend soll durch ein dichtmaschiges Netz solitärer Nahversorgungsanbieter (Lebensmittel) ein umfassendes Einzelhandelsangebot gewährleistet werden. Dazu sind vorhandene Versorgungslücken zu identifizieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Lücken geschlossen werden können. Das Konzept bietet dazu ein Regelwerk an, das die Verträglichkeit neu anzusiedelnder oder zu erweiternder Betriebe überprüft.

Zudem wird die sogenannte "Schwerter Sortimentsliste" aktualisiert, die ein wichtiges Steuerungsinstrument für eine stadtbezogene Einzelhandelsentwicklung darstellt. Örtliche Spezifikationen sind dabei auch planungsrechtlich von besonderer Bedeutung. Abschließend enthält das Konzept Empfehlungen zur Umsetzung wie etwa Ansiedlungsregeln für verschiedene Fallkonstellationen und Prüfschemata.

Ziel ist es, durch städtebaulich verträgliche Vorhaben das Einzelhandelsangebot in Schwerte weiter zu verbessern und damit einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität für das Wohnen und Leben in Schwerte zu leisten.

Die Erarbeitung des Einzelhandelskonzeptes wurde begleitet von einem Arbeitskreis aus Vertretern des Einzelhandels "vor Ort", namentlich der IHK zu Dortmund, des südwestfälischen Einzelhandelsverbandes und der örtlichen Werbegemeinschaften.

Das Einzelhandelskonzept der Stadt Schwerte soll für die nächsten Jahre Handlungsleitfaden zur Steuerung der Einzelhandelsentwicklung in Schwerte darstellen; dazu bedarf es eines zustimmenden Rats-Beschlusses, zumal das Konzept auch als städtebauliches Entwicklungskonzept fungiert, das bei der Aufstellung von Bauleitplänen zu berücksichtigen ist.

Ihre Ansprechperson

Jan Menges

Jan.Menges_61(at)
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