Anliegen von A - Z

Förderprojekt "Umbau Bahnhofstraße"

Durch die Umgestaltung der Bahnhofstraße ergeben sich vielfältige Synergieeffekte mit weiteren Maßnahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes in der Schwerter Innenstadt. Insbesondere die Betonung der zentralen Fußwegeverbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt wird städtebaulich deutlich aufgewertet. Hiermit knüpft die Maßnahme räumlich und funktional an die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes an.

Die Notwendigkeit einer Umgestaltung der Bahnhofstraße war bereits seit langem bekannt. Ende der achtziger Jahre wurde die Maßnahme in das Programm der Wohnumfeldverbesserung "Innenstadt" aufgenommen; aufgrund von Umfinanzierungen, u.a. zugunsten des Postplatzes als Maßnahme jedoch nicht umgesetzt.

Mit dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept ist der Gedanke einer Umgestaltung wieder aufgegriffen und die Bahnhofstraße als Teil der stadträumlich bedeutenden Innenstadtachse zwischen dem Bahnhof Schwerte und der Innenstadt beschrieben worden, welche die Anforderungen an eine einladende Geschäftsstraße erfüllt. Auf die funktionalen und gestalterischen Defizite der Bahnhofstraße wird ebenso im Mobilitätskonzept Schwerte 2025 hingewiesen.

Die Fahrbahn war auf weiten Abschnitten breiter als erforderlich, die verbleibenden Gehwege in den Seitenräumen teilweise äußerst schmal. Die in der Bahnhofstraße liegende Bushaltestelle – die meistfrequentierte Bushaltestelle im Schwerter Stadtgebiet - war zudem nicht zeitgemäß ausgestattet. Der angrenzende Stadtpark war hinter den parkenden Fahrzeugen kaum wahrnehmbar. Darüber hinaus baten sich kaum Möglichkeiten in der Bahnhofstraße zu verweilen. Es waren erste so genannte Trading-Down-Effekte im Einzelhandel spürbar (Leerstände, fehlerhafter Branchenmix).

Vor diesem Hintergrund hat sich die Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofstraße (ISG) gegründet. Ziel der ISG ist die Werterhaltung der Bahnhofstraße durch eigenverantwortliches Handeln der ansässigen Immobilieneigentümer und Gewerbetreibenden. Grundlage für Tätigkeiten der ISG ist die Verknüpfung von privaten und öffentlichen Maßnahmen, um so die Anforderungen an eine ansprechende Geschäftsstraße erreichen zu können. Unter Mitwirkung der Stadtverwaltung Schwerte und der Beteiligung anderer fachkundlicher Berater wurden in drei Workshop-Terminen die Ziele und Themen erörtert, welche für die ISG wichtig sind und bei der Umgestaltung der Bahnhofstraße berücksichtigt wurden.

Entsprechend des Mobilitätskonzeptes Schwerte 2025 und der Zielsetzung der Workshop-Ergebnisse wird die Bahnhofstraße ihre Funktion im innerstädtischen Straßennetz beibehalten.

Die Reduzierung der Fahrbahnbreite auf das notwendige Maß (6,50 m) für den Busbegegnungsverkehr und die Neuorganisation der Stellplätze ermöglichen den Flächengewinn zugunsten des Fußgängerverkehrs allgemein und insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen mit Begleitpersonen. Die Einrichtung der Bahnhofstraße als "verkehrsberuhigter Geschäftsbereich", verbunden mit der Geschwindigkeitsbeschränkung 20 km/h, wird dem fußläufigen Einkaufsverkehr auf der gesamten Strecke das Überqueren der Fahrbahn erleichtern. Für das "barrierefreie" Queren werden punktuell Querungshilfen mit entsprechender taktiler Leitführung angeboten.

Die Verlegung der Bushaltestelle von der Sparkasse auf die Höhe des Stadtparks bietet sowohl eine Verbesserung der Aufstellflächen für die Fahrgäste an der wichtigsten Haltestelle im Innenstadtgebiet als auch die Öffnung und somit Erlebbarkeit des angrenzenden Wasserlaufes sowie des Stadtparks. Die Stellplätze liegen auf dem Niveau der Gehwegflächen und werden einheitlich mit einem Oberflächenmaterial ausgestattet. Aus gestalterischen Gründen erfolgt die Kennzeichnung der Stellplätze durch sogenannte Markierungsnägel. Neben den gestalterischen Aspekten bietet der niveaugleiche Ausbau den Vorteil, bei Veranstaltungen oder sonstigen Sondernutzungen, die Stellplatzflächen ohne Höhendifferenz in die Seitenräume mit einbeziehen zu können. Die Abgrenzung zur Fahrbahn muss aus verkehrsfunktionalen und barrierefreien Gründen mit einem Höhenunterschied ausgebildet werden. Die Anschlagskante für Sehschwache oder Blinde mit Langstock sollte aber 5 cm nicht unterschreiten.
Die Maßnahme ist Bestandteil des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes und wird durch Mittel der Städtebauförderung und ÖPNV-Infrastrukturförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

Fördersumme: ca. 750.000,- €

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: www.bmvi.de

Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: www.mhkbg.nrw

Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe: www.nwl-info.de

 

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Jan Sommer

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