Anliegen von A - Z

Förderprojekt "Umbau Bahnhofsumfeld"

  

Aufgabenstellung und Darstellung der Baumaßnahme:

Die Neuordnung des Bahnhofsumfeldes ist ein wichtiges Element der bereits in den 1970er Jahren begonnenen, umfassenden Erneuerung der Schwerter Innenstadt. Seit dieser Zeit ist die Stadt Schwerte engagiert, die Attraktivität der Innenstadt zu erhöhen. Um die Aktivitäten der Stadtentwicklung zur Stärkung der Innenstadt zu verstärken, hat der Rat der Stadt Schwerte am 09.01.2014 ein Integriertes Handlungskonzept zur strategischen Entwicklung der Innenstadt beschlossen. Vorrangige Ziele sind dabei die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu  verbessern, die Innenstadt als vielfältigen Lebensraum zu aktivieren und den Einzelhandelsstandort zu stärken. Seit langem wird dabei der heterogen geprägte Bahnhofsbereich als eine der wichtigsten Entwicklungsflächen Schwertes angesehen. Insofern hat sich die Stadt Schwerte in den vergangenen Jahren bemüht, diesen Bereich städtebaulich-räumlich zu fassen und einer standortgerechten Nutzung zuzuführen.

Der Bahnhofsvorplatz weist dabei eine besondere Bedeutung als regionaler Verkehrsknoten für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), insbesondere als Verknüpfungspunkt Bus / Schiene auf. Die vorliegende Maßnahme ist außerdem planungsrechtlich Bestandteil eines Gesamtkonzeptes zur Erneuerung des Bahnhofsumfeldes, das der Rat der Stadt Schwerte am 10.02.2010 beschlossen hat (Bebauungsplan Nr. 175). Das Konzept umfasst die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, die Errichtung von P+R-/B+R-Anlagen und die Umgestaltung des zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB). Die Errichtung eines Einzelhandelszentrums auf dem an das Plangebiet angrenzenden Areal der ehemaligen Wilhelmshütte ist bereits umgesetzt worden.

Der Umbau des ZOB stellt einen unabdingbaren Baustein für das Gesamtkonzept zur Neuordnung des Bahnhofsumfeldes dar. Vorrangig soll damit der Bereich als Drehscheibe des ÖPNV eine zeitgemäße Ausstattung erhalten, gleichzeitig aber auch in baulich-gestalterischer Hinsicht die Entree-Situation der Innenstadt aufgewertet werden. Durch den Neubau einer P+R-Anlage soll die Schnittstelle zwischen Pkw-Verkehr und Fortsetzung der Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln eine zeitgemäße und leistungsfähige Ausstattung erhalten.

Insgesamt ist es Ziel der Stadtentwicklung, durch die Maßnahmen im öffentlichen Raum des Bahnhofsumfeldes nachhaltige Impulse zur Stärkung der Funktion der Schwerter Innenstadt als Mittelzentrum zu bewirken.

Notwendigkeit der Baumaßnahme:

Der Bahnhof Schwerte wird werktäglich von ca.6.000 Fahrgästen genutzt. Es bestehen zahlreiche Verknüpfungsbeziehungen zum ÖPNV (ZOB) sowie zum Individualverkehr (Park-and-Ride, Bike-and-Ride, Kiss-and-Ride sowie Kurzzeitparken). Zur Förderung der Akzeptanz und Attraktivität des öffentlichen Verkehrs ist der Bahnhofsbereich deshalb mit optimalen Verkehrsverknüpfungseinrichtungen und attraktiven Wegebeziehungen auszustatten.

Der flächenintensive und völlig überalterte Omnibusbahnhof wird von elf Buslinien angefahren; sieben Buslinien haben hier ihren Endpunkt. Die Linien werden von vier verschiedenen Verkehrsunternehmen bedient, im Einzelnen sind dieses: VKU, BVR, BRS und DSW21.

Neben der Verknüpfung zum SPNV am Bahnhof Schwerte hat die Haltestellenlage auch Bedeutung für Umsteiger zwischen den Buslinien und ein- und aussteigenden Fahrgästen für das westliche Innenstadtgebiet.

Die heutige Ausbauform entspricht nicht mehr den Erfordernissen einer modernen Umsteigeanlage, da die vorhandene Grundform einer Bussteiglösung entspricht, die nur geringe Warteflächen bietet, was bei hohem Fahrgastaufkommen (z.B. Schülerverkehre) zu Nachteilen führt. Zugehende und umsteigende Fahrgäste müssen zudem bei Busbahnhöfen mit einzelnen Bussteigen immer einmal oder mehrfach die Fahrbahnen überschreiten, was nicht nur zu Erschwerungen bei der Betriebsabwicklung führt, sondern zugleich hohe Risiken für die Verkehrssicherheit beinhaltet. Das gilt auch für aussteigende Fahrgäste, da kein besonderer Haltepunkt für ankommende Fahrzeuge vorhanden ist und ausschließlich an den Bussteigen gehalten wird.

Einen weiteren Nachteil stellen die ausnahmslos gesondert ausgewiesenen Flächen für die Aufstellung von Verstärkungsfahrzeugen und zum Abstellen der Busse während der Dienstpausen dar, da sie längere Fahrwege zur Folge haben. Hierdurch wird die wirtschaftliche Betriebsabwicklung zum Teil erheblich beeinträchtigt.

Mit der vorliegenden Planung sollen die oben beschriebenen Defizite beseitigt und dafür ein neuer, sicherer, funktionaler und gleichzeitig attraktiver zentraler Omnibusbahnhof konzipiert werden. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen wird der ÖPNV in hohem Maße an Komfort, Sicherheit und Pünktlichkeit gewinnen.

Im Bereich des Bahnhofsvorplatzes und der Margot-Röttger-Rath-Straße werden z.Zt. erhebliche Flächen durch abgestellte Kfz der Bahnkunden belegt. Die Flächen sind sehr weitläufig und ungeordnet im Bahnhofsumfeld angesiedelt und teilweise nicht mit einer klaren Nutzungskennung versehen. Der zukünftig zu erwartende Bedarf beläuft sich auf bis zu 250 Stellplätze.

Die Maßnahme ist Bestandteil des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes und wird durch Mittel der Städtebauförderung und ÖPNV-Infrastrukturförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

Fördersumme: ca. 3,8 Mio. €

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: www.bmvi.de

Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: www.mhkbg.nrw

Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe: www.nwl-info.de

 

Ihre Ansprechperson

Jan Sommer

Jan.Sommer(at)
stadt-schwerte.de
 0 23 04 / 104-610 Adresse | Öffnungszeiten | Details