Virtuelles Rathaus

Anliegen von A - Z

Gesamtverkehrskonzept Schwerte Nord

Bereits Anfang 2008 haben sich die Anwohner des "Talweges" zu einer Interessengemeinschaft zusammen gefunden, um auf die im starken Maße als belastend empfundene Verkehrssituation im Wohnquartier "Talweg" sowie den angrenzenden Straßen einschließlich der Einmündung "Sonnenstraße/ B236, Hörder Straße" hinzuweisen.

Im Rahmen eines Bürgerantrages hatte sich zuerst der Beschwerdeausschuss am 29.01.2008 mit der Beschwerde befasst und am 12.03.2008 der damalige Planungs- und Umweltausschuss.

Mit Beschluss des Planungs- und Umweltausschusses wurde die Verwaltung beauftragt, ein Gesamtverkehrskonzept nicht nur für das Wohnquartier "Talweg" mit den angrenzenden Straßen einschließlich der Einmündung "Sonnenstraße/ B236, Hörder Straße" zu entwickeln, sondern auch Lösungsvorschläge zur Verkehrsproblematik der gegenüberliegenden Einmündung "Friedhofstraße / B236" und der Verkehre östlich und westlich des "Alten Dortmunder Weges" zu erarbeiten.

Für die Erarbeitung des Gesamtverkehrskonzeptes sind allerdings wichtige Grundlagen Voraussetzung. Die B236 mit ihrem Nord-Süd-Verlauf stellt die wichtigste Verkehrsachse für Schwerte dar. Für den Abschnitt zwischen dem Autobahnanschluss BAB A1 und der Stadtgrenze zu Dortmund läuft z.Z. das Planfeststellungsverfahren; für den Abschnitt der Ortsdurchfahrt, ausgehend vom "Talweg" und der "K10n" und Kreuzung "Ostentor", erfolgt die Ausbauplanung durch den Straßenbaulastträger, Straßen NRW.

Zum vorliegenden Planungskonzept zur Umgestaltung der B236 in der Ortsdurchfahrt war eine aktuelle Verkehrsuntersuchung mit dem Verkehrsprognosehorizont 2025 notwendig. Diese Untersuchungen sind durch Straßen NRW, Regionalniederlassung Ruhr, im Herbst 2008 in Auftrag gegeben worden. Im Rahmen dieser Untersuchungen sind auch ergänzende Untersuchungen zum Bereich des Wohnquartiers "Talweg" erfolgt.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen liegen seit Oktober 2009 vor. Zur Erarbeitung dieses Gesamtverkehrskonzeptes wurde am 03.11.2010 ein Workshop durchgeführt, der aus den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, politischen Vertretern, der Verwaltung und Verkehrsexperten bestand. Am 17.03.2011 wurden die Ergebnisse des Workshops dem zuständigen Ausschuss für Demographie, Stadtentwicklung und Umwelt vorgestellt.

Am 04.05.2011 hat eine Anwohnerinformation für die Bewohnerinnen und Bewohner im Wohnquartier westlich der B236 (Hörder Straße, Holzener Weg, Westhellweg und Westendamm) stattgefunden. Der Präsentation des Maßnahmenkonzeptes durch das Verkehrsplanungsbüro Planersocietät folgten  ca. 230 Interessierte.

Als ersten Schritt zur Verbesserung der Verkehrssituation im Wohnquartier wurde die Aufstellung von LKW-Verbotsschildern, Durchfahrverbot für LKW\'s über 7,5 t im August durchgeführt. Als zweiter Schritt ist im Rahmen eines Verkehrsversuches am Klusenweg zwischen Agnes-Miegel-Straße und Kopernikusstraße mit dem Verkehrszeichen 267 eine "unechte Einbahnstraße" eingerichtet worden, um im Wohngebiet den Durchgangs- und Schleichverkehr zu verringern.

Für eine systematische und objektive Analyse und Bewertung des Verkehrsversuches ist es notwendig, die Verkehrsströme vor (05.07.2011) und nach Einrichtung der Maßnahme durch Verkehrszählungen zu ermitteln, um Rückschlüsse über die Wirksamkeit und evtl. mögliche unerwünschte Effekte der Maßnahme zu erhalten. Die zweite Verkehrszählung fand am 11.09.2012 im Wohnquartier statt. Die Ergebnisse der Verkehrserhebung zeigen, dass hochgerechnet auf den durchschnittlichen (werk-) täglichen Verkehr (DTV-W) 1000 Kfz den Klusenweg vornehmlich aus dem Dortmunder Süden in Richtung Schwerte durch das Wohnquartier befahren. Um diesen erheblichen Durchgangsverkehr zu unterbinden, wurde das Verkehrszeichen 267 auf dem Klusenweg nördlich der Autobahnunterführung A1 aufgestellt.

Ihre Ansprechperson

Dirk Hoppe

dirk.hoppe(at)
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