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Gewässerunterhaltung

Das Landeswassergesetz (LWG) unterscheidet generell in Gewässer I. und II. Ordnung. Hier in Schwerte ist der Fall äußerst überschaubar. Der Fluss Ruhr ist ein Landesgewässer I. Ordnung, alle übrigen Bäche sind Gewässer II. Ordnung.

Auch die Zuständigkeiten für die Gewässerunterhaltung sind klar geregelt. Für Gewässer I. Ordnung zeichnet die jeweils zuständige Bezirksregierung verantwortlich, hier also der RP in Arnsberg. Für die Unterhaltungsarbeiten an den Gewässern II. Ordnung ist die jeweils örtliche Kommune verantwortlich, hier also die Stadt Schwerte.

Zur Verdeutlichung:
Träger der Gewässerunterhaltung sind nicht etwa die Eigentümer der Gewässer, in aller Regel die jeweiligen beidseitigen Anlieger bis zu einer gedachten Mittellinie der Gewässerparzelle, sondern ist vielmehr die Kommune, über deren Hoheitsgebiet das Gewässer verläuft. Sonderregelungen sind jedoch möglich. Existieren z. B. Wasserverbände, die Gewässerabschnitte bewirtschaften, kann die Gewässerunterhaltung auf diese Verbände übertragen werden.

Im Normalfall reduzieren sich die Arbeiten der Gewässerunterhaltung auf das erforderliche Freihalten der Abflussquerschnitte durch ein Ausmähen der Sohl- und Uferbereiche. So beugt man einer zunehmenden Gewässerverkrautung vor, die den gewünschten Abfluss im Gewässerbett zunehmend einschränken würde. Darüber hinaus entstehen durch unterschiedlichste Einflüsse an den Gewässern immer wieder Schäden, denn ...

"Steter Tropfen höhlt den Stein".

Insbesondere Hochwässer nagen mit ihren immensen Wassermengen an Ufern und Sohlen der Flüsse und Bäche und verursachen z. B. Uferabbrüche und Auskolkungen, Schäden, die gerade im urbanen Bereich reguliert werden müssen. Auch diese Arbeiten gehören zur "ordnungsgemäßen Unterhaltung von Fließgewässern". Für die Regulierung von Hochwasserschäden auf den an die Gewässerparzellen angrenzenden Anliegergrundstücken sind die jeweiligen Eigentümer selbst verantwortlich (Elementarschäden).

Räumlich begrenzt sich die kommunale Gewässerunterhaltung in Schwerte auf die Sohl- und Uferbereiche der Gewässer. Diese Fläche entspricht meistens in etwa dem Breitenausmaß der eigentlichen Gewässerparzelle im Kataster, was natürlich nicht akribisch kontrolliert wird, da ein Gewässer durch die stete dynamische Beanspruchung durchaus eine mehr oder weniger deutliche Laufveränderung erfahren kann.

Geregelt durch einen Bau- und Betriebsvertrag werden in Schwerte die Arbeiten im Zuge der Gewässerunterhaltung durch die Stadtentwässerung Schwerte GmbH (SEG) umgesetzt.

Bei dieser Dienstleistung handelt es sich um eine externe Dienstleistung. Details zu dieser Dienstleistung finden sie unter folgendem Link:

 Stadtentwässerung Schwerte GmbH (SEG)