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Rundgang durch das interkulturelle Schwerte 2008

Der in Schwerte recht aktive Ausländerbeirat hatte 2007 die Idee, eine Stadtrundfahrt für Schwerter Bewohnerinnen und Bewohner, gleich welcher Nationalität oder Religion, durchzuführen.

Nach vielen Diskussionen und Planungsschritten entstand dann aus dieser ersten Idee ein "Rundgang durch das interkulturelle Schwerte", der vom Bürgermeister geleitet werden sollte.

Ziel des Rundganges sollte es sein, einen großen und doch für viele Schwerter unbekannten Teil des interkulturellen Schwertes kennenzulernen. Dabei wurde der Schwerpunkt auf die Vorstellung der unterschiedlichen Religionen, beziehungsweise der kulturellen Gruppierungen die in Schwerte vertreten sind, gelegt. Auf der Strecke des Rundganges lagen insgesamt 13 hinduistische, christliche, jüdische und muslimische Orte, die teilweise unter sachkundiger Führung von Mitgliedern der jeweiligen Einrichtung besichtigt werden konnten.

Für Samstag, den 31. Mai 2008 wurden dann vom Bürgermeister alle in Schwerte lebenden interessierten Personen zu diesem Rundgang durch das interkulturelle Schwerte eingeladen. Eine Teilnahmegebühr wurde nicht erhoben.

Sowohl der Bürgermeister, als auch die Mitglieder des Ausländerbeirates waren sehr erstaunt, als dann über 150 Personen der unterschiedlichsten religiösen und staatlichen Zugehörigkeit zu diesem Termin erschienen. Mit dieser großen Resonanz hatte keiner gerechnet.

Auf einem gemeinsamen Fußmarsch ging es dann vom Treffpunkt am Rathaus zum ersten Anlaufpunkt der Route, dem hinduistischen Tempel. Hier wurde die Gruppe von gastfreundlichen Mitgliedern des Tempels mit traditionellen Zeremonien und tamilischem Essen empfangen. Die anschließende Führung durch den Tempel und die Vermittlung der Grundzüge des hinduistischen Glaubens bildeten schon zu Beginn des Rundganges einen unvergessenen Höhepunkt. Die nächste Station war das "Katholische Viertel", welches wie auch die anderen christlichen und jüdischen Einrichtungen vom Schwerter Touristik-Experten vorgestellt wurde. Der "Alevitische Kulturverein" und die "Evangelische Maranathagemeinde" der in Schwerte lebenden tamilischen Christen standen als nächstes auf dem Programm. Hier gehörten ebenfalls Musikvorführungen, Erläuterungen zur ausgeübten Religion und internationale Spezialitäten zum Programm. Als letzte Stationen wurden das "Türkische Bildungs- und Kulturzentrum" und die neu errichtete "Diyanet Moschee" besichtigt. Auch hier wurden von Vereinsmitgliedern die Räumlichkeiten und die religiöse Richtung dargestellt.

Im Anschluss an die Führung durch die "Diyanet Moschee" bestand die Möglichkeit, gemeinsam bei Tee und Gebäck über den stattgefundenen Rundgang zu diskutieren.

Auch nach mehr als 3,5 Stunden waren alle Teilnehmer, gleich welcher Religion oder Staatsangehörigkeit, von dem erstmaligen Angebot eines solchen Stadtrundganges restlos begeistert. Der Stadtrundgang soll zu einem wiederkehrenden Angebot ausgebaut werden, wobei die Mitglieder des Ausländerbeirates überlegen, ob nach dem ersten allgemeinen Überblick über das interkulturelle Angebot in Schwerte nun einzelne Religionen genauer vorgestellt werden sollten.

Ihre Ansprechperson

Heike Pohl

heike.pohl(at)
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