Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)

Anlass zur Erarbeitung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für Westhofen geben die negativen Entwicklungen bezüglich Infra-, Versorgungs-, Gebäude- und Bewohnerstruktur im Stadtteil.

Der politische Auftrag zur Verbesserung der barrierefreien Infrastruktur, insbesondere der Gehwege, sowie für die Beseitigung weiterer städtebaulicher Mängel im Bereich der Reichshofstraße in Westhofen durch Erstellung eines Entwicklungskonzepts geht aus der Ratssitzung vom 16.09.2015 hervor. Die Schwerter Politik hat durch den Ratsbeschluss die Grundlage für eine Erstellung eines ISEKs geschaffen.

Im Rahmen der Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) soll nun die Frage beantwortet werden, wie in den kommenden Jahren dem Abwärtstrend im Stadtteil entgegengewirkt und eine positive Zukunftsperspektive entwickelt werden kann. Besonderes Augenmerk ist dabei auf städtebauliche Fragestellungen und verkehrliche Lösungen zu legen. Das ISEK soll den Problemen und negativen Entwicklungen in Westhofen begegnen und dazu beitragen, die Potenziale in dem Maßnahmengebiet zu stärken. Mit seiner Hilfe sollen städtebauliche, funktionale oder sozial-räumliche Defizite und Anpassungserfordernisse für den Stadtteil aufgezeigt und bearbeitet werden.

Neben einer Bestandsaufnahme soll das Konzept die Beschreibung einer Gesamtstrategie, wesentlicher Handlungsfelder und Maßnahmen, die geeignet sind, die Gebietsentwicklung positiv zu beeinflussen, beinhalten. Zudem soll eine Zeit- und Investitionsplanung für die Umsetzung des Handlungskonzeptes, gerade im Hinblick auf die Inanspruchnahme von Fördermitteln auf Grundlage der Förderrichtlinien Stadterneuerung 2008 des Landes Nordrhein-Westfalen, entwickelt werden. Das Konzept soll darüber hinaus vier Maßnahmen so weit ausarbeiten, dass auf der Grundlage Fördermittel beantragt werden können.

In der Analysephase sollten folgende Themen betrachtet werden:

  • Stadtbild und Identität, Baukultur und Denkmalschutz
  • Wohnen
  • Einzelhandel und Nahversorgung
  • Demografie, Bevölkerung- und Sozialstruktur
  • Verkehr
  • Grünflächen, Freiraumstrukturen, Natur und Landschaft, Klimaschutz
  • Gewerbe- und Industrie
  • Technische Infrastruktur (Internet etc.)
  • Soziales, Bildung, Kultur und Freizeit (Tourismus) sowie
  • Querschnittsthemen unter anderem demografischer Wandel, Integration und Inklusion sowie Sicherheit

Im Rahmen der Ortsteilentwicklungsplanung ist im Jahr 2000 für den Stadtteil mit der Öffentlichkeit ein Ortsteilentwicklungsplan erarbeitet worden. Darüber hinaus gibt es einige Fachkonzepte wie z.B. das Handlungskonzept Wohnen, welches als Grundlage zur Erarbeitung des ISEKs herangezogen werden sollen.
Im Jahr 2015 ist außerdem der politische Auftrag zur Erstellung  eines Konzepts zur Umsetzung einer generationengerechten Sozialraumentwicklung in der Stadt Schwerte gefasst worden. Dieses Team hat im Sozialraum Westhofen bereits mit Bürgerbefragungen begonnen und ein Multiplikatorentreffen durchgeführt. Die Ergebnisse und gewonnenen Erkenntnisse sind ebenfalls in das ISEK einzuarbeiten.

Die Beteiligung von Verwaltung, Politik, lokalen Akteuren sowie Bürgerinnen und Bürger soll im Erarbeitungsprozess eine wichtige Rolle spielen. Der Prozess ist mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung am 10.11.2018 gestartet worden.

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